Viele Unternehmen wollen es erreichen, aber nur wenige schaffen es. Nämlich nicht nur im beinharten Wettbewerb mitspielen, sondern diesen auch gewinnen. Und gehört man dann endlich zum erlauchten Kreis der CHAMPIONS, dann geht der Stress erst richtig los. Jeden Tag gilt es, seine eigene Spitzenposition zu verteidigen, mit einer klaren Strategie, aber auch mit viel Einsatz und Herzblut aller Beteiligten. Was ist nun das Geheimnis von echten CHAMPIONS, was zeichnet diese aus und gibt es dafür eine entsprechende Formel? Auf Basis meiner Erfahrungen meine nachfolgende Beschreibung der dazugehörenden „Buchstaben“. Auch mit einer kleinen „Bedienungsanleitung“ zum erfolgreichen Zusammensetzen des Puzzles. 

C ompetitive Advantages (Wettbewerbsvorteile):

Basierend auf überlegenen, internen Kompetenzen – die nur schwer kopiert  werden können –  setzen CHAMPIONS

  • Eher auf Differenzierung als auf Kostenvorteile und auf Vorteile bei Produktqualität und Service
  • Auf aggressiven Ausbau und Verteidigung der erzielten Vorteile

H ohes Vertrauen auf eigene Fähigkeiten:

Mit einer hohen Wertschöpfungstiefe, v.a. in der Entwicklung, Produktion und Vermarktung, wollen CHAMPIONS

  • hohe Qualitätsstandards sicherstellen und eigene Innovationen schnell auf den Markt bringen
  • eigenes Know How und Kernkompetenzen schützen

A mbitiös:

Für CHAMPIONS ist Marktführerschaft oberstes Ziel. Auch um eine klare Ausrichtung des Unternehmens, und damit eine hohe Identifikation der Mitarbeiter/innen, zu erreichen.

M otivation aller Mitarbeiter auf hohem Level:

CHAMPIONS können sich auf äußerst motivierte Mitarbeiter verlassen. Gründe bzw. Voraussetzungen dafür sind:

P ersönlichkeiten:

Ausgeprägte Unternehmertypen mit einer extrem hohen Kontinuität in der Führung sind das auffallendste Merkmal von CHAMPIONS. Bei diesen Persönlichkeiten sind besonders erkennbar:

  • Einheit von Person, Aufgabe und Unternehmen.
  • Agieren als positives Vorbild.
  • Begeisterungsfähigkeit, Positives Denken, Vitalität, Zielstrebigkeit und Zähigkeit
  • Konsequentes (autoritäres) Führen in den Grundwerten, aber partizipativ im Detail

I nnovationen:

Für CHAMPIONS sind ständiges Lernen und  Innovationen das Fundament ihres langfristigen Erfolges, und nicht Me-too- („Copy Cats“) Produkte oder gar Imitationen.

  • Kunden (existierende und potentielle) werden intensiv in den Innovations-Prozess eingebunden.
  • Innovationen beschränken sich nicht nur auf das Produkt, sondern speziell auch auf Prozesse, wie Fertigung, Logistik, Marketing und Vertrieb.
  • Am Innovations-Prozess beteiligen sich Mitarbeiter aus allen Bereichen und Funktionen.

O rientierung am Weltmarkt:

Da Kunden in derselben Branche weltweit tendenziell die gleichen Ansprüche haben, betrachten CHAMPIONS die ganze Welt als ihren Markt.

  • Damit wird der „Nischengefahr“ vorgebeugt und die Vorteile der „Economies of Scale“genutzt.
  • Gleichzeitig kann man das Entstehen und/oder Wachsen von Konkurrenten in anderen Regionen verhindern.

N ähe zum Kunden:

CHAMPIONS haben eine sehr hohe Kundennähe, insbesondere zu Top Kunden, unabhängig davon, wo diese in der Welt sitzen.

  • Angebote sind dadurch eindeutig Kundennutzen- und nicht Technologieorientiert.
  • Verkauft wird primär über Wert und Leistung und weniger über Preis.
  • Kundenbeziehungen umfassen alle Bereiche und werden wenn möglich nicht ausgelagert.

S pezialisierung:

CHAMPIONS konzentrieren sich auf das, was sie am besten und vor allem besser als die Konkurrenz können.

  • Spezialisten werden vom Markt viel schneller und stärker wahrgenommen.
  • Lieber stark und unangreifbar auf einem Gebiet, als schwach auf allen.
  • Ressourcen (Geld und Menschen) können konzentriert und effizient eingesetzt werden.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim „Puzzlen“! Wenn Sie es dann tatsächlich geschafft haben, denken Sie auch an die entsprechende Belohnung für das Team. Unter dem Leitspruch: „Play Hard und Party Hard“! Und für die entsprechende Party darf natürlich der entsprechende Titel von Queen nicht  fehlen.

 

*Meine entsprechenden Gedanken wurden auch inspiriert durch Studien, Artikel und Bücher von Hermann Simon über „Hidden Champions“