Vor gut einem halben Jahr hätte ich nicht im Traum daran gedacht, welche Resonanz ich auf meine Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse bekommen würde. Als ein junger Mann im Zug zwischen Köln und Berlin nach unserem Gespräch einfach vorschlug, meine entsprechenden Gedanken zu teilen. Seit dem Start dieses Blogs haben sich zwischenzeitlich nicht nur fast 70.000 Leser/innen dafür interessiert. Sondern mir auch in Dutzenden von Kommentaren ihre persönlichen Erlebnisse geschildert und sich an entsprechenden Diskussionen beteiligt.

Dabei bin ich auch von vielen gefragt worden, was das Geheimnis für diesen unerwarteten Zuspruch ist und ob ich meine diesbezüglichen Erfahrungen nicht entsprechend teilen möchte. Sehr gerne komme ich mit diesem Artikel den entsprechenden Wünschen nach. Auch wenn ich mir dabei nicht anmaße, den „Stein des Weisen“ gefunden zu haben  und quasi ein „Kochrezept“ für entsprechende Bekanntheit und Akzeptanz von unterschiedlichen Blogs und Inhalten liefern zu können.

1) Grundsätzliches

Wer gerne schreiben möchte, sollte gerne schreiben wollen. Spass daran haben und vielleicht auch schon ein bisschen Übung. Es ist ähnlich wie bei der Empfehlung von Konfuzius, dass „man einen Beruf wählen soll, den man liebt. Dann braucht man keinen Tag seines Lebens mehr zu arbeiten“. Bei dieser „Liebe“ und bei dem entsprechenden Schreiben kommt es aus meiner Sicht dann weniger auf die korrekte Kommasetzung an, sondern auf ein flüssiges Schreiben, an dem auch der Leser/die Leserin Spass hat.

2) Für wen schreibe ich?

Bevor man loslegt, sollte schon in Grundzügen klar sein, wer mit den Gedanken und Beiträgen überhaupt erreicht werden soll. Die „private“ Person, Angestellte, Selbstständige, Führungskräfte, Fachleute, Unternehmer, oder alle zusammen? Hauptsächlich junges Publikum, oder Ältere, Männer, Frauen, aus welchen sozialen Schichten, vielleicht sogar nur in ausgewählten Regionen, oder Branchen? Mit speziellen Interessen, einer ganz besonderen Einstellung zum Leben, oder vielleicht nur der eigene Freundeskreis. Diese Fragen sollte man sich durch den Kopf gehen lassen, bevor man sich an den Schreibtisch setzt und in die Tasten hämmert.

3) Erzählen Sie Geschichten!

Niemand will zum Hundertsten die gleichen Ratschläge lesen, wie man abnehmen kann, zum Nichtraucher wird und die Liebe seines Lebens findet. Oder gleichzeitig reich, berühmt, gesund und glücklich sein kann. Im Endeffekt ist es wie vor ein paaar Hundert Jahren, als Menschen an einem Lagerfeuer sassen und sich gegenseitig Geschichten erzählten. Was sie besonderes erlebten, von wem sie lernten, was sie begeistert oder inspiriert hat. Meistens haben die Älteren erzählt und die jungen zugehört. Oft sind dann auch die Geschichten beim Weitererzählen immer weiter ausgeschmückt worden, und aus der berühmten „Mücke“ ist dann der Elefant entstanden. Aber Mücke hin oder her, machen Sie es einfach so, wie die alten Indianer. Schreiben Sie Geschichten die zum Nachdenken anregen, Werthaltiges und eine entsprechende Inspiration bieten. Bringen Sie dabei auch Ihre eigene „Geschichte“ mit ein, wie weit Sie die Türe zu Ihrem Privatleben und zu Ihrem Innersten öffnen, bleibt Ihnen überlassen. Bei meinem Beitrag „What a wonderful world“ habe ich zum Beispiel meine eigene Geschichte und meine Erlebnisse mit dem Leben,  Sterben und mit dem Tod mit eingebrach und damit auch ein bisschen verarbeitet.

Denken Sie dabei aber auch bitte daran, dass Ihre Leser/innen nicht an Selbstdarstellungen („ich bin der Beste, Schönste, Tollste, Erfolgreichste,..“) interessiert sind, sondern aus Ihrem Beitrag etwas mitnehmen möchten. Ihr Publikum achtet sehr genau darauf, wer die Person hinter der Geschichte ist. Auch darauf, ob das Geschriebene plausibel, nachvollziehbar, glaubwürdig und authentisch klingt. Oder ob es wieder einmal nur ein ganz normaler „Werbetext“ ist, nur diesmal von jemand anderem geschrieben.

4) Überschrift

Wie bei einem Buch oder bei einem Film ist der entsprechende Titel enscheidend. Wenn ich mit der Überschrift nicht neugierig mache, liest niemand den entsprechenden Inhalt. Die Überschriften sollten deswegen kurz, knapp und spannend gehalten werden. Aber auch wieder zur Zielgruppe und dem erwarteten Mehrwert passen. Stellen Sie mit der Überschrift zum Beispiel eine Frage, provozieren Sie, wecken Sie Emotionen, wählen Sie ungewöhnliche Analogien oder Wortkombinationen. Meine meistgelesensten Beiträge trugen zum Beispiel die Überschrifen „Übrigens: Ich lese keine emails“ und „Da brach sie in Tränen aus„!

5) Wie es weiter geht

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir zu meinen bisherigen Empfehlungen Ihre Rückmeldung geben könnten. Ob diese Gedanken Ihre Zustimmung finden, oder ob Sie andere Erfahrungen gemacht haben und andere Ratschläge geben würden. Diese Hinweise würde ich dann sehr gerne in die Fortsetzung meiner Erfahrungen mit einbauen, auch bei folgenden Themen:

  • Verwendung von Bildern
  • Umfang des Artikels
  • Behandlung von Kommentaren
  • Regelmässigkeit
  • Blog mit/ohne Werbung (Banner, Links,..)
  • Zusammenarbeit mit anderen Bloggern
  • Bekanntmachung/Kommunikation

 

Sehr gerne können Sie für Ihre Antwort die entsprechende Kommentar-Funktion bei diesem Beitrag verwenden. Oder mich ganz einfach unter „Ich freue mich“ direkt kontaktieren. Ich freue mich!