Wie ich aus eigener Erfahrung weiß, ist ein Leben als Freiberufler nicht einfach. Und bedeutet auch ein ständiges Lernen und Weitermachen nach Rückschlägen und Mißerfolgen! Welche Erfahrungen damit Torsten Schröder gemacht hat und welche Empfehlungen er zum Leben als Freiberufler gibt, erfahren Sie in seinem nachfolgenden Gastbeitrag:

„2020- Ein neues Jahrzehnt beginnt!

Das alte Jahrzehnt ist beendet. Damit geht es für mich gleichzeitig in eine neue Dekade, sowie auch in das elfte Jahr in meinem Leben als Freiberufler.

Eine ganze Menge hat sich in den letzten Jahren bei mir neu entwickelt. Es geht im Leben nun mal darum, nicht stehen zu bleiben, sondern Ziele und Visionen zu haben und mit Motivation nach vorne zu schauen. Wichtig ist auch, sich den neuen Wegen zu öffnen, manchmal über seinen Schatten zu springen und sich etwas zuzutrauen.

Bei meiner Heimreise vor einigen Wochen als Speaker der FuckUp-Night 2019 in Lindau sind mir noch einmal ein paar wesentliche Dinge klar geworden. Diese Punkte sind Erkenntnisse, die ich für mich persönlich im letzten Jahrzehnt erkannt habe.

1. Scheitern gehört zu unserem Leben dazu!

Nur wenn wir scheitern, kommen wir an unser Ziel. Das Problem besteht darin, dass Scheitern in der heutigen Gesellschaft nicht gerne gesehen ist. Und es wenige gibt, die darüber reden möchten, obwohl wir doch im Prinzip alle jeden Tag scheitern. Weil kein Tag so verläuft, wie er geplant ist und die Kunst eben darin besteht, den gleichen Fehler nicht ständig zu wiederholen. Sondern daraus zu lernen und andere Wege zu wählen und auszuprobieren.

2. Lebe deine Vielfältigkeit!

In Dir steckt viel mehr, als du denkst. Wir alle haben verborgene Talente und auch die Möglichkeit, diese auszuleben. Man muss nur mutig sein und das nutzen, was in einem steckt. Es ist mehr als man denkt!

3. Anders sein ist cool, aber nicht der einfachste Weg im Leben!

Auch wenn „Mann“ glücklich verheiratet und stolzer Vater eines kleinen Sohnes ist, wird man trotzdem manchmal noch komisch von der Seite angesehen. Wenn du als Mann vom „männlichen“ Standard abweichst, weil du zum Beispiel gerne tanzt und dich für Ästhetik und Mode interessierst. Aber davon darf man sich nicht beirren lassen, weil genau dieser Unterschied – nicht der Norm zu entsprechen – den eigenen Weg definieren und den Unterschied ausmachen kann.

4. Nutze jede Chance, die du als Freiberufler bekommen kannst!

Wie oft höre ich den Satz: „Ich mache es, aber nur für Summe X.“ Bei allem Respekt allen Unternehmern, Selbständigen und Freiberuflern gegenüber: Dieser Grundgedanke ist verkehrt und führt früher oder später zu einem Misserfolg. Die Chance, die am Anfang das wenigste Geld eingespielt hat, war am Ende oft am rentabelsten.

5. Gehe positiv und ohne Vorurteile auf Menschen zu!

Sehr oft habe ich es erlebt: Du siehst jemanden und schon ist das Bild im Kopf klar: „Der ist so und so.“ Leider verhindert genau diese Einstellung und/oder entsprechende Vorurteile, neue Partner, Freunde, oder auch Kunden kennenzulernen. Ein schönes Beispiel zu dem Thema „Verpackung und Inhalt“ ist George Lucas. Der mit „Lucas-Film“ ein Milliarden-Imperium führte, aber immer in ausgelatschten Turnschuhen aus dem Haus ging und keinen Wert auf Mode legte. Ihm würde auf der Straße keiner Werke wie „Star Wars“ und „Indiana Jones“ zutrauen… womöglich ein fataler Fehler.

6. Die zweite Chance ist die, die man nutzen muss!

Manchmal bekommen wir keine erste Chance, weil jemand vor uns da ist. Es gibt aber immer die Möglichkeit, eine zweite Chance zu erhalten. Auf diese sollte man vorbereitet sein. Deswegen nicht nach der ersten „Niederlage“ enttäuscht sein, sondern auf „Stand-By“ bleiben.

Ich kenne das Leben als Freiberufler und den rauen Weg der Selbständigkeit – als Tanzlehrer, Moderator, Knigge-Trainer und Speaker. Mein Weg hat mich geprägt. Hiervon berichte ich gerne in meinen Vorträgen, oder wenn ich mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in entsprechenden Workshops arbeite.

Und einen wichtigen Lehrsatz – speziell für Selbstständige – von Johann Wolfgang von Goethe habe ich mir verinnerlicht: Erfolg hat drei Buchstaben: Nämlich TUN!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfüllung und Erfolg bei all dem was Sie tun und noch vorhaben. Auch wenn die Strasse nicht immer bergauf geht und wenn Sie manchmal aus der Kurve geraten. Wobei Ihnen bei diesem „‚Schlingern“ vielleicht auch die Beobachtung des „alten Chinesen“ – Konfuzius, hilft: Der Weg ist das Ziel… :-)) „